Arbeitgeber ohne Konzept – Tarifverhandlungen für Ärzte erneut vertagt
Unbeweglich und konzeptionslos – so präsentierte sich die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in der dritten Runde der Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. Trotz intensiver Beratungen gelang es nicht, die Arbeitgeber von der Notwendigkeit substanzieller Verbesserungen der Einkommens- und Arbeitssituation der Krankenhausärzte zu überzeugen. Die Verhandlungen zwischen VKA und der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) wurden auf den 22. März in Düsseldorf vertagt.
„Wir warten immer noch auf ein konkretes Angebot, das diesen Namen verdient. Die Vorstellung der VKA, die Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst auf die Ärzte zu übertragen, ist eine völlige Verkennung der Realität. Wir haben eine eklatante Unterbesetzung im Ärztlichen Dienst der Krankenhäuser und die Arbeitgeber glauben immer noch, man könne so weitermachen wie bisher“, kritisierte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des MB. Der Marburger Bund lasse sich nicht länger hinhalten. „Die Ärzte werden zur nächsten Verhandlungsrunde zeigen, dass ihre Geduld am Ende ist. Wir müssen der VKA Beine machen. Wer wie die Arbeitgeber mit dem Feuer spielt, kann sich ganz schnell die Finger verbrennen“, sagte Hammerschlag.